Chronik rechter Gewalt

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg.

Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt.

In dieser Chronik informieren wir über rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Brandenburg. Die Chronik wird fortlaufend und auch rückwirkend aktualisiert, erhebt aber in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit.

Berücksichtigt werden Vorfälle, die der Opferperspektive gemeldet oder von uns recherchiert werden, sowie Vorfälle, die von staatlichen Stellen oder in den Medien veröffentlicht werden. Taten, bei denen die Beratungsnehmer*innen um eine vertrauliche Behandlung bitten, werden nicht veröffentlicht. Die Informationslage zu einzelnen Vorfällen unterscheidet sich stark. In einigen Fällen wissen wir über Ort und Datum hinaus wenig mehr als den juristischen Tatbestand. In anderen Fällen wiederum verzichten wir bewusst auf genauere Beschreibungen, um die Anonymität der Betroffenen nicht zu gefährden.

Inhaltswarnung: Die hier geschilderten Vorfälle enthalten Tatbeschreibungen und thematisieren zum Teil schwere Gewalt. Die Schilderungen können verstörend und für Menschen, die selbst oder deren Nahestehende ähnliche Erfahrungen erleiden mussten, retraumatisierend sein. Bei der Chronologie handelt es sich um eine „Angriffschronik“, dementsprechend setzen wir die Täter*innen und ihre Handlungen ins Aktiv. Sprache unterliegt ständigem Wandel. Einzelne Begriffe, die in der Vergangenheit selbst in betroffenen Communities z.B. als Selbstbeschreibung verwendet wurden, werden heute von vielen Betroffenen abgelehnt. Wir sind in fortlaufender Diskussion darüber, welche Begrifflichkeiten wir in der Opferperspektive verwenden. Einige ältere Einträge sind aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß. Sofern sie keine explizit rassistischen oder anders diskriminierenden Ausdrücke beinhalten, belassen wir sie als Zeugnisse ihrer Zeit in der Chronologie.

Die Vorfallsmeldungen der Chronik können nach Ort und Datum gefiltert werden Lupenicon
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3174 Treffer gefunden.

Cottbus

6. Mai 2005

Ein 26-jähriger Student aus Kamerun wurde gegen 1 Uhr nachts in der Diskothek CB in der Gerhard-Hauptmann-Straße von einem Deutschen ins Gesicht geschlagen und verletzt.


Premnitz

5. Mai 2005

Am Himmelfahtstahg raubte eine glatzköpfige männliche Person mit einer grün–braunen Tarnjacke aus einer Gruppe von Rechtsextremisten einem 15 Jährigen, auf Höhe des Nazitreffpunktes „Lindenhof“ in der Goethestraße, seine Gitarre. Des ... Mehr anzeigen


Königs Wusterhausen

4. Mai 2005

Nach einer verbalen Auseinandersetzung wurde eine hinzugekommene Person von einem Rechten mit einer abgebrochenen Bierflasche attackiert. Der Betroffene erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht.


Waßmannsdorf

3. Mai 2005

Ein 34-jähriger algerischer Asylbewerber wurde gegen 4:30 Uhr am Ortseingang von drei jungen Männern um Zigaretten gefragt. Nachdem er dem dritten keine Zigarette geben wollte, wurde er vom Fahrrad gestoßen ... Mehr anzeigen


Erkner

26. April 2005

Ein 18-jähriger Jugendlicher wurde gegen 15:40 Uhr vor dem Bahnhof von drei Neonazis aufgefordert, sich die Haare schneiden zu lassen. Ein 19-jähriger Jugendlicher, der sich einmischte, wurde von einem der ... Mehr anzeigen


Rathenow

25. April 2005

Auf ein von einem Inder betriebene Pizzeria in der Buschstraße wurde ein Brandanschlag verübt. Das Geschäft brannte vollständig aus. Die Polizei schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus.


Werder (Havel)

23. April 2005

Eine Gruppe von jungen Punks wurde von einer Gruppe von Rechten in den Abendstunden während des Baumblütenfestes angegriffen. Auf der Flucht vor den Rechten wurden vier der Verfolgten angegriffen. Zwei ... Mehr anzeigen


Eberswalde

23. April 2005

Ein Punker wurde an der Tankstelle von einem Rechten mit Fäusten geschlagen und mit Füßen ins Gesicht getreten.


Blönsdorf

16. April 2005

Eine junge Frau wurde als »Zeckenschlampe« beschimpft und bedroht, konnte aber flüchten. Zwei ihrer Begleiter wurden von sieben Rechten geschlagen.


Cottbus

2. April 2005

Ein 16-jähriger afghanischer Jugendlicher wurde in einem Nachtbus von vier Männern rassistisch beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen.


Zepernick

20. März 2005

In der Nacht zum 20.03.2005 wurden etwa 20 Hakenkreuze an einen Dönerimbiss in der Schönower Straße gesprüht und eine Fensterscheibe eingeworfen. Der Versuch, einen Brandsatz zu zünden, schlug fehl.


Fürstenwalde/Spree

14. März 2005

Ein 28-jähriger Kameruner wurde um 14:40 Uhr an einer Telefonzelle in der Jahnstraße von einem 24-jährigen Rechten rassistisch beschimpft und mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.


Finsterwalde

5. März 2005

Ein junger Mann wurde aus einer Gruppe von etwa vier Personen heraus angegriffen, ihm wurde eine Flasche über den Kopf geschlagen und er wurde als »undeutsches Gesocks, und dreckiger Punk« ... Mehr anzeigen


Brandenburg/Havel

5. März 2005

Ein 20-jähriger Asylbewerber aus Kamerun wurde in der Diskothek »Manhattan« von einer Frau und einem Mann rassistisch beschimpft, ins Gesicht geschlagen und mit einem Glas am Auge verletzt.


Potsdam

26. Februar 2005

Ein Schwarzer wurde in einem Bus mit »KKK« (KuKluxKlan) beschimpft, ein Zeuge griff ein, wurde gewürgt und geschlagen. Außerdem wurde sein T-‹Shirt zerrissen.


Potsdam

24. Februar 2005

Ein 21-jähriger Türke wurde am Vormittag vor einem Café im Schlaatz von einer vierköpfigen Gruppe Rechter mit einer Flasche am Kopf verletzt.


Beeskow

19. Februar 2005

Ein 18-jähriger linksorientierter Jugendlicher, der einen Aufnäher gegen Nazis trug, wurde gegen 21:40 Uhr auf der Fürstenwalder Straße von drei Rechten angegriffen. Die drei 15- bis 17-jährigen Rechten, die zuvor ... Mehr anzeigen


Potsdam

18. Februar 2005

Ein Mann aus Sierra-Leone und dessen Familie wurde von einer Jungen Frau bedroht. Sie drohte, ihm Nazis auf den Hals zu hetzen. Schon am Vortag hatte sie ihn mit den ... Mehr anzeigen


Hennigsdorf

7. Februar 2005

Ein 14-jähriger afghanischer Schüler wird von mehreren jungen Erwachsenen, auf dem Schulhof der „Albert Dieserweg“ Realschule, rassistisch beschimpft und zusammengeschlagen.


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