Unser Beratungsansatz

Die Opferperspektive bietet seit 1998 im Land Brandenburg eine unabhängige und professionelle Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
Unsere Beratung ist kostenlos, vertraulich, solidarisch und unabhängig von staatlichen Behörden.

Wenn Sie oder Menschen in Ihrem Umfeld rassistisch, antisemitisch oder aus anderen rechten Motiven beleidigt, bedroht oder angegriffen wurden, können Sie sich an uns wenden. Wir beraten und begleiten Betroffene, sowie deren Angehörige und Freund*innen. Unsere Beratung richtet sich zudem auch an Zeug*innen rechtsmotivierter Angriffe. Auch Jugendliche können sich bei uns beraten lassen – dafür ist kein Einverständnis der Erziehungsberechtigten erforderlich.

Wir bieten Ihnen einen sicheren Raum, um über das Erlebte zu sprechen und unterstützen dabei, die Folgen eines Angriffs zu bewältigen und Ihre Rechte wahrzunehmen.

Wer kann sich an uns wenden?

Unser Angebot richtet sich an Menschen, die aus fol­gen­den Gründen ange­griffen oder bedroht wurden:

  • Rassismus (Feindlichkeit gegen Menschen u.a. aufgrund von Merkmalen wie ihrer äußeren Erscheinung, (vermeintlichen) Herkunft, Religion oder Sprache)
  • aufgrund ihrer politischen Haltung oder ihres gesellschaftlichen Engagements (z.B. Antifaschistinnen, politische Verantwortungsträgerinnen, Journalist*innen)
  • aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität (Queerfeindlichkeit/LGBTIQ+-Feindlichkeit)
  • Antisemitismus (Feindlichkeit gegen jüdische Menschen)
  • aufgrund ihrer Behinderung (Ableismus)
  • aufgrund ihrer sozialen Benachteiligung (beispielsweise wohnungslose und von Armut betroffene Menschen)
  • aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu nicht-rechten Subkulturen bzw. nicht-rechten Haltung)
  • Antiziganismus
  • aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit

Was können wir für Sie tun?

Wir unterstützen Sie dabei die Folgen eines Angriffs zu bewältigen und die eigenen Rechte wahrzunehmen. Wir geben Orientierungshilfen und entwickeln gemeinsam Ansätze, um das eigene Sicherheitsgefühl wieder zu erhöhen. Unsere konkreten Angebote richten sich danach, was Sie sich an Beratung, Begleitung oder Unterstützung wünschen. Bei einem ersten Gespräch klären wir mit Ihnen, was Sie sich von uns wünschen und was wir anbieten können.

So können wir Sie unterstützen:

  • Wir bieten Ihnen einen sicheren Raum, um über das Erlebte zu sprechen, und unterstützen Sie bei der Einordnung und emotionalen Verarbeitung.

Auf Wunsch können wir Kontakt zu therapeutischen Angeboten herstellen.

  • Wir informieren Sie über Ihre rechtlichen Möglichkeiten, etwa zur Erstattung von Strafanzeigen, zur Nebenklage und über den Ablauf eines Strafverfahrens sowie zum Opferschutz. Auf Wunsch helfen wir Ihnen, einen Rechtsbeistand zu finden.
  • Wir können Sie zu Terminen begleiten, etwa bei der Polizei, zur juristischen Beratung, zu Behörden oder medizinischen Einrichtungen. Im Falle eines Gerichtsverfahrens unterstützen wir Sie in der Prozessvorbereitung und begleiten Sie zu den Verhandlungen.
  • Wir beraten Sie zu möglichen Entschädigungsleistungen oder Unterstützungsfonds und helfen bei der Antragstellung.
  • Wenn Sie verletzt worden sind, unterstützen wir Sie bei der Suche nach ärztlicher Behandlung.
  • Auf Wunsch unterstützen wir Sie dabei, den Vorfall öffentlich zu thematisieren und auf rechte, rassistische und antisemitische Gewalt aufmerksam zu machen.

Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir Perspektiven und Handlungsstrategien, um die Folgen der Gewalt zu bewältigen und Ihre Lebenssituation langfristig zu verbessern. Dabei orientieren wir uns stets an Ihren Bedürfnissen. Sie entscheiden, welche Schritte Sie gehen wollen.


Grundsätze unserer Beratung


Wir beraten:


  • … kostenlos: Es entstehen keinerlei Kosten oder Verpflichtungen.
  • … unabhängig: Unser Beratungsangebot ist unabhängig von allen Behörden. Eine Anzeige bei der Polizei ist keine Voraussetzung für eine Beratung bei uns.
  • • … vertraulich: Alles, was Sie mit uns besprechen, behandeln wirvertraulich. Auf Wunsch beraten wir Sie auch anonym. Ohne Ihre Zustimmung geben wir keine Informationen an Dritte weiter.
  • • … parteilich: Wir orientieren uns an IhrenBedürfnissen und setzen uns für IhreInteressen ein.
  • • … freiwillig: Sie entscheiden, über welche Themen wir sprechen und welche Schritte Sie gehen möchten.
  • • … mehrsprachig: bei Bedarf, organisierenwir Dolmetscher*innen für die Beratung

Die Beratung findet an einem Ort Ihrer Wahlstatt. Wir kommen zu Ihnen, an einen Ort im Land Brandenburg, den Sie wünschen, oder wir treffen uns in unseren Büroräumen in Potsdam. Auch eine telefonische Beratung oder Online-Beratung ist möglich.

Wir arbeiten nach den Qualitätsstandards des bundesweiten Verbands der Beratungsstellen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG)

Informiert bleiben

Unser Newsletter informiert etwa alle zwei Monate zu rechter Gewalt in Brandenburg, der Arbeit der Opferperspektive und unseren Publikationen und Veranstaltungen. Er enthält auch unseren halbjährlichen Rundbrief „Schattenberichte“. Über den Presseverteiler versenden wir unsere Pressemitteilungen.

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