Verein Opferperspektive strebt engere Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden an
In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Opferperspektive, Marcus Reinert, versicherte Dr. Rautenberg heute, dass er die Arbeit des Vereins sehr schätze und bedauere, dass durch eine nicht sachdienliche Indiskretion in der Öffentlichkeit ein anderer …
SPD will Hilfe für Opferperspektive
Die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag macht Druck auf die Landesregierung, die Förderung des Vereins Opferperspektive abzusichern. Der wegen seiner Arbeit geschätzte Verein setzt sich für die Opfer rechtsextremer Gewalt ein. »Wir brauchen ein politisches Signal«, …
Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten
Recherchierte Gewalttaten Im Jahr 2005 erlangten die Opferberatungsstellen Kenntnis von insgesamt 614 rechtsmotivierten Gewalttaten. Dies sind 63 Angriffe mehr als im Vorjahr. Die meisten Fälle wurden in Sachsen (154) gezählt, gefolgt von Sachsen-Anhalt (129) und …
Beratungsstatistik ostdeutscher Beratungsstellen
Die Beratungsstellen betreuten jedes Jahr über 1.000 KlientInnen (2006: 1.454, 2005: 1.020, 2004: 1.230; 2003: 1.211), wovon zuletzt 1.068 Personen (2005: 794, 2004: 822; 2003: 782) durch rechte Gewalttaten direkt geschädigt worden waren. Desweiteren betreuten …
Beratungsstatistik der Opferperspektive
Etwa die Hälfte der Menschen, die nach rechten Gewalttaten von der Opferperspektive beraten werden, sind zwischen 18 und 26 Jahren alt. Ein knappes Drittel sind Jugendliche von 14 bis 17 Jahren. Viele der KlientInnen dieser …
Wittstocker Neonazis verurteilt
Fünf Prozesstage hatte das Amtsgericht Neuruppin verhandelt. Gestern wurden die Angeklagten Sandy L. (25) und Manuel H. (22) zu jeweils einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Wegen besonders schwerer Tatbeiträge wurden die Angeklagten David R. (25), …
Kein Bock Auf Nazis!
Heute erscheint die kostenlose DVD »Kein Bock Auf Nazis«. Mit dabei sind prominente MusikerInnen und SchauspielerInnen wie Die Ärzte, Die Toten Hosen, Donots, ZSK, Muff Potter, Julia Hummer, Culcha Candela und Madsen. Über Musikmagazine, auf …
Rechte und rassistische Gewalt: (K)eine Frage der Wahrnehmung
Es ist eine politische Frage des Wahrnehmen-Wollens oder des Verharmlosen-Wollens, rechte Gewalt beim Namen zu nennen. Denn seit dem Jahr 2001 ist auch bundesweit einheitlich geregelt, in welchen Fällen eine Gewalttat als »politisch rechts motiviert« …
Eskalation rechter Gewalt in Cottbus
Mit einem Überfall von etwa 20 maskierten Rechten auf eine antifaschistische Veranstaltung im Jugendzentrum »Fragezeichen« begann am 14. Mai 2005 eine Serie von Anschlägen: Am 23. September wurden sämtliche Scheiben des rundum verglasten Kulturpavillons zertrümmert, …
Der Jugendclub, der »Heil Hitler« heißt
In der Nacht zum 17. Februar 2006 wurde in das Gymnasium in Lübben eingebrochen und stinkende Säure verspritzt. Ein hinterlassenes Flugblatt forderte zum Boykott der Aufführung des Theaterstücks »Hallo Nazi!« in der Aula auf. Die …
Die letzte Demütigung
Die übrigen Gäste brachten sich in einem Nebenraum in Sicherheit. Nachdem die Rocker abgezogen waren, wurde Omar F. mit Kopfverletzungen und ausgeschlagenen Zähnen in ein Krankenhaus gebracht. Das Jugendhaus musste neu gestrichen werden. Bis zur …
Ein Abend in Cottbus
»Wir wussten, dass Asylbewerber in die Disko ›Stuk‹ nicht reinkommen. Deshalb haben Ahmed (Name geändert) und ich gesagt, dass wir unsere Studentenausweise vergessen haben. Ahmed ist gleich wieder gegangen, weil nichts los war. Später wollte …
Gerichtsprozess nach Angriff vor dem Flüchtlingsheim in Potsdam
Der Angriff fand direkt vor dem Flüchtlingsheim im Lerchensteig statt. Drei Asylbewerber aus Kamerun wollten mit einer deutschen Freundin und einer bosnischen Asylbewerberin den Bus zum BUGA-Gelände nehmen, als sie an der Bushaltestelle auf eine …
Nach »Sieg Heil«-Ruf Sturm auf die Ausländer
Am frühen Morgen des 17. September 2005 saß eine Gruppe von fünf polnischen und einem deutschen Staatsbürger in Senftenberg in einem Park im Stadtzentrum. Plötzlich tauchte ein Mann auf, brüllte die Worte: »Deutschland ist deutsch …
Rassismus ist weit verbreitet
»Hey Nigger, wir machen dich jetzt platt.« Mit diesem kurzen Satz drückten die Täter den fundamentalen Menschenhass aus, der den einzigen Grund für die Bluttat bildete. Potsdam ist keine braune Hochburg. Es gibt Zonen der …
»Rechte Schläger sind nicht immer organisiert«
F: Der Überfall auf einen 37jährigen Deutschen äthiopischer Herkunft am 16. April in Potsdam hat eine bundesweite Debatte über rassistisch motivierte Gewalt ausgelöst. Dabei ist das Problem doch gar nicht neu. Der derzeitige Medienrummel sagt …
Spendenaufruf für Ermyas
Freunde der Familie des Opfers, Brandenburg gegen Rechts e.V. und Oberbürgermeister Jann Jakobs rufen alle Bürgerinnen und Bürger, die helfen wollen, auf, für das Opfer und seine Familie zu spenden. »Ein 37-jähriger Deutscher äthiopischer Herkunft …
"Es gibt keine sicheren Zonen"
taz: Herr Weidmann, hat Sie der nächtliche Überfall auf einen Schwarzen in Potsdam überrascht? Ole Weidmann: Es hat mich sicherlich überrascht, dass es in Potsdam einen solchen Angriff gegeben hat. Schließlich war es das erste …
„Es gibt keine sicheren Zonen“
taz: Herr Weidmann, hat Sie der nächtliche Überfall auf einen Schwarzen in Potsdam überrascht? Ole Weidmann: Es hat mich sicherlich überrascht, dass es in Potsdam einen solchen Angriff gegeben hat. Schließlich war es das erste …
Doppelgaenger
Verhandelt wurde ein rassistischer Angriff im Juli 2004 in Fürstenwalde. Im Juli 2004 war der kenianische Jugendliche William M. bei seinem Bruder in Fürstenwalde zu Besuch, wo er seine alten Freunde aus dem ALREJU, einem …
Mutter erzählt über Ausgrenzung und Gewalt
Seit dem 23. März zeigt eine Ausstellung im Lübbenauer Rathaus Menschen, die seit dem Jahr 1990 Opfer rechter Gewalt geworden sind. Im Zusammenhang mit dieser Exposition hatte der Kulturhof Lübbenau mit der Stadt zu einer …
Gehörverlust nach rechtem Angriff
Am Nachmittag des 20. November 2005 betraten die 25 und 35 Jahre alten Männer den Asia-Imbiss des Herrn N. in Dahme, Teltow-Fläming und bestellten Essen und Getränke. Bereits während die Männer ihre Gerichte verspeisten, äußerten …
»Opfer rechter Gewalt« – Ausstellung im Lübbenau/Spreewald
Die Ausstellung der Berlinerin Rebecca Forner porträtiert 131 Menschen, die seit 1990 durch rechte Gewalt zu Tode kamen, unter ihnen zahlreiche Brandenburgerinnen und Brandenburger. Gezeigt wird die Ausstellung von der Stadt Lübbenau in Kooperation mit …
Offener Brief an die jungen Menschen die 2006 im »Apfelbaum« in Michendorf Opfer eines Überfalls wurden
Liebe Jugendliche, die Sie in dieser Nacht im »Apfelbaum« gefeiert haben! Lieber 17-Jähriger, so wurden Sie in der regionalen Presse genannt. Wir erfuhren auf diesem Wege, dass Ihnen in der Nacht zum 22. Januar 2006 …
Mitglieder der rechtsextremen Szene aus Wittstock wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht
Sie sollen am 11. November des letzten Jahres drei junge Wittstocker, die sie der linken Szene zugeordnet hatten, verfolgt haben. Einer der Betroffenen wurde dabei zu Boden geworfen, geschlagen und getreten. Zuvor hatten die Täter …
Opferausstellung zum Jahrestag
Es war auf den Tag zehn Jahre her, als der 23-jährige Sven Beuter von einem Nazi-Skinhead so schwer verprügelt wurde, dass er fünf Tage später starb. Tatort Brandenburg. Ausstellungsort Hohenstücken. Gestern wurde die Ausstellung »Opfer …
Verein gibt trotz leichten Rückgangs bei rechter Gewalt keine Entwarnung
Der Verein »Opferperspektive Brandenburg« registrierte für das vergangene Jahr 128 solcher Delikte. Damit ist Brandenburg zwar das einzige Bundesland im Osten, in dem es nach Recherchen der Initiativen für Opfer rechtsextremer Angriffe zu einem leichten …
Ein fast vergessener Mord
»Wie, wenn jemand ein Auto anstößt«, hätten die entfernt hallenden Geräusche geklungen: Dumpf, scheppernd und laut. Auf dem Gehsteig hatte sich eine Blutlache von einem halben Meter Durchmesser gebildet, daneben verlief eine rote Schleifspur durch …
Prozess in Luckenwalde
Serge N. aus Kamerun und Hussein M. aus Palästina waren auf dem Rückweg vom Marktplatz in Jüterbog zum Asylbewerberheim, als ihnen ein Mann und eine Frau mit Kind entgegen kamen. Diese ließen die Flüchtlinge nicht …
„Mehr Angriffe auf alternative Jugendliche“
Die Zahl der Angriffe auf diese Gruppen habe um 19 auf 75 zugenommen, sagte Vereinssprecher Kay Wendel am Freitag in Potsdam. Die Zahl der Attacken auf Ausländer sei von 78 auf 46 zurückgegangen. Brandenburgs Innenminister …