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	<title>Rundbrief “Schattenberichte” - Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</title>
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		<title>„Der Angriff hat uns zusammengeschweißt“ Interview mit Judith vom Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 09:55:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<?xml encoding="UTF-8"><p><strong>Die Kundgebung &bdquo;Bad Freienwalde ist bunt&ldquo; wurde im Juni 2025 von bewaffneten Neonazis angegriffen. Judith aus dem gleichnamigen lokalen B&uuml;ndnis berichtet in diesem Interview &uuml;ber den Angriff und den Umgang damit.</strong></p><hr><p><strong><span style="color: #bf0f0f">Opferperspektive:</span> <em>Du bist im B&uuml;ndnis &bdquo;Bad Freienwalde ist bunt&ldquo; aktiv. Bitte beschreibe, wer ihr seid und was ihr macht.</em></strong></p><p><strong>Judith:</strong>&nbsp;Das B&uuml;ndnis &bdquo;Bad Freienwalde ist bunt&ldquo; ist seit 2021 aktiv. Die Kleinstadt Bad Freienwalde hat ca. 12.000 Einwohner:innen und liegt im Osten Brandenburgs an der Grenze zu Polen. Der l&auml;ndliche Raum ist jedoch deutlich vielf&auml;ltiger, als manche vielleicht denken. Der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber hier ist ein sozialer Tr&auml;ger, der Einrichtungen f&uuml;r Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen unterh&auml;lt. Dazu gibt es die Kurklinik. Hier leben queere Menschen und solche in binationalen Partnerschaften sowie Menschen mit Fluchterfahrung. All das zeigt: Auch die Gesellschaft in der Kleinstadt und in den D&ouml;rfern drumherum ist vielf&auml;ltig. In unserem B&uuml;ndnis finden sich Leute von hier und Zugezogene, Mitglieder verschiedener demokratischer Parteien und solche, die sich auch in anderen sozialen oder kulturellen Kontexten einbringen.<br>
Seit Gr&uuml;ndung des B&uuml;ndnisses veranstalten wir eine Sommer-Kundgebung, die genauso hei&szlig;t wie die Gruppe: Bad Freienwalde ist bunt. An diesem Tag geh&ouml;rt der Marktplatz dieser vielf&auml;ltigen Stadtgesellschaft. Dar&uuml;ber hinaus organisieren wir anlassbezogen Demonstrationen oder beteiligen uns an solchen. In diesem Jahr hatten wir erstmals Info- und Mitmachst&auml;nde bei Stra&szlig;enfesten. Am 9. November laden wir zu einem Rundgang zu den Stolpersteinen in der Stadt.<br>
Uns verbindet der Wunsch, die gesellschaftliche Vielfalt hier vor Ort sichtbar zu machen, f&uuml;r Demokratie und Solidarit&auml;t einzutreten. Dabei wollen wir auch gerade f&uuml;r junge Menschen zeigen: Bad Freienwalde ist bunt und nicht blaubraun.</p><p><em><strong>Am 15. Juni 2025 wurde eure Kundgebung &bdquo;Bad Freienwalde ist bunt&ldquo;, die ihr in &auml;hnlicher Form bereits zum f&uuml;nften Mal organisiert, von bewaffneten Neonazis angegriffen. Was genau ist passiert?</strong></em></p><p>Kurz vor Beginn der Veranstaltung st&uuml;rmte eine Gruppe maskierter Menschen den Veranstaltungsort. Vermutlich waren es Jugendliche oder junge M&auml;nner, insgesamt ca. 10 bis 12 Angreifer. Sie waren sehr schnell, und einige von ihnen waren offensichtlich kampfsporttrainiert und auch entschlossen, an diesem Tag Gewalt anzuwenden. Mehrere unserer Mitwirkenden wurden ins Gesicht geschlagen. Dabei trugen die Angreifer schlagverst&auml;rkende Handschuhe. Ein Opfer musste an einem Knochenbruch operiert werden. Der Angriff ging sehr schnell. Bevor alle auf dem Platz realisieren konnten, was passierte, liefen die Angreifer auch schon wieder weg.</p><p><em><strong>Durch das mutige Einschreiten von Ordner:innen und Teilnehmenden konnte, so schreibt ihr auf eurer Webseite, Schlimmeres verhindert werden. Wie konntet ihr den Angriff abwehren?</strong></em></p><p>Wir hatten ein erfahrenes Schutzteam und auch sehr mutige Teilnehmende. Alle zusammen st&uuml;rmten in die Mitte des Platzes &ndash; den Angreifern entgegen. Dazu gab das Schutzteam den Impuls, und andere folgten. Sie liefen den Angreifern entschlossen entgegen und schrien aus vollem Hals: &bdquo;Haut ab!&ldquo; und &bdquo;Nazis raus!&ldquo;. Es ist schwer zu beschreiben, wie sich eine solche kollektive Power anf&uuml;hlt, aber sie war sehr deutlich zu sp&uuml;ren. Einer der Angreifer schrie dann &bdquo;Abbruch&ldquo; und die Angreifer liefen weg.</p><p><em><strong>Trotz des Angriffs konntet ihr eure Kundgebung anschlie&szlig;end durchf&uuml;hren. Wie war die Stimmung im Anschluss?</strong></em></p><p>Der Angriff wurde Teil der Realit&auml;t dieses Tages. Verr&uuml;ckterweise war es f&uuml;r mich &uuml;berhaupt keine Frage, dass wir nach dem Angriff unser Programm durchziehen. Einige Tage sp&auml;ter hatten wir ein Nachtreffen, und ich habe die anderen Mitglieder unserer Gruppe gefragt, wie es ihnen ging. Nicht eine einzige Person hatte an diesem Tag an den Abbruch der Veranstaltung gedacht. Auch an den Ausstellungsst&auml;nden sind alle Mitwirkenden geblieben, selbst diejenigen, die einen Schlag abbekommen hatten. Ein direkt am Marktplatz gelegenes Restaurant brachte uns K&uuml;hlpads aus dem Gefrierschrank.<br>
Von der B&uuml;hne informierten wir regelm&auml;&szlig;ig dar&uuml;ber, was passiert war, da ja auch den Nachmittag &uuml;ber immer wieder neue Teilnehmer:innen kamen, die noch nichts mitbekommen hatten. Zugleich wiesen wir auf Hilfsangebote hin: auf euch, die Opferperspektive, aber auch auf die Beratungsstelle f&uuml;r Opfer rechter Gewalt (BOrG). Wir fragten auch am Mikro, wer noch Hilfe oder Unterst&uuml;tzung brauchte.<br>
In der R&uuml;ckschau von heute aus gesehen w&uuml;rde ich die Stimmung nach dem Angriff nicht als k&auml;mpferisch beschreiben, eher als widerst&auml;ndig. Jede Person musste einen Weg finden, mit dem Erlebten umzugehen. Aber niemand musste allein sein. So brutal wie die pers&ouml;nliche Erfahrung besonders f&uuml;r diejenigen war, die die Gewalt unmittelbar erfahren hatten, so positiv war die gemeinschaftliche Erfahrung, die Kundgebung &bdquo;trotz allem&ldquo; durchzuf&uuml;hren, uns nicht vertreiben zu lassen.</p><p><em><strong>Habt ihr bereits zuvor bei anderen Aktivit&auml;ten des B&uuml;ndnisses Anfeindungen erfahren? Kannst du berichten, wie ihr damit umgegangen seid?</strong></em></p><p>Tats&auml;chlich mussten wir zu allen vorhergehenden Kundgebungen oder auch zu Demos zuvor die Polizei rufen. Nat&uuml;rlich sind unsere Veranstaltungen angemeldet, aber die Polizei bleibt eben nicht immer vor Ort. Wenn sie nicht da ist und etwas passiert, m&uuml;ssen wir sie entsprechend rufen. Was wir h&auml;ufiger erlebt haben, waren Rufe oder P&ouml;beleien von der gegen&uuml;berliegenden Stra&szlig;enseite. Dass wir fotografiert oder gefilmt werden, kommt ebenfalls vor. Aber auch Bedrohungen mit einem Messer oder Schlagstock haben wir bei Veranstaltungen schon erlebt.<br>
Im letzten Jahr gab es zudem zwei Graffitis in Bad Freienwalde: &bdquo;Fuck Antifa &ndash; wir kriegen euch&ldquo; und &bdquo;Brandenburg zeckenfrei&ldquo;, jeweils verbunden mit dem Logo der NRJ, der Nationalrevolution&auml;ren Jugend des III. Weges. Wir versuchen, so oft es geht, ein Schutzteam in unsere Veranstaltungen einzubinden. Das gelingt leider nicht immer, schlie&szlig;lich engagieren wir uns alle ehrenamtlich. Zudem rufen wir die Polizei. Und schlie&szlig;lich vernetzen wir uns mit anderen erfahrenen Gruppen oder auch mit Beratungsstellen wie euch.</p><p><em><strong>Wie habt ihr das Medienecho nach dem Angriff erlebt?</strong></em></p><p>Der rbb war unserer Einladung gefolgt und wollte die Kundgebung filmen, filmte jedoch (spontan mit dem Handy) den Angriff. Aufgrund dieser Fernsehbilder war sofort ein dpa-Reporter auf dem Platz und die dpa-Meldung wurde am Folgetag breit von der Presse &uuml;bernommen. Sehr viele legten dann auch mit eigenen Interviews oder Reportagen nach.<br>
Tats&auml;chlich geht es bei solchen Angriffen nicht nur um die unmittelbare Gewalt, sondern auch um die Deutungshoheit &uuml;ber die Situation im Nachhinein. Das haben wir nach dem Angriff gelernt. Rechtsextreme Kreise haben sehr schnell versucht, den Angriff zu verharmlosen und zu legitimieren. Das hei&szlig;t: Das Geschehen w&auml;re ja nicht so schlimm gewesen, alles v&ouml;llig &uuml;bertrieben dargestellt. Und falls da &uuml;berhaupt etwas war, dann h&auml;tte es ja auch irgendwie die Richtigen getroffen. Ungef&auml;hr so lief der rechtsextreme Spin.<br>
Wenig hilfreich war in diesem Kontext, dass Journalist:innen unsere Kundgebung als queere Veranstaltung gelabelt haben &ndash; das passte f&uuml;r die gut in den Pride Month. Nat&uuml;rlich haben auch queere K&uuml;nstler:innen und Organisationen bei uns mitgewirkt. Aber es war eben keine ausschlie&szlig;lich queere Veranstaltung.</p><p>Der rechten Desinformation und bisweilen unsauberen journalistischen Arbeit sind wir mit zwei Kernbotschaften entgegengetreten:<br>
1. Wir haben einen sehr brutalen gewaltt&auml;tigen Angriff erlebt und<br>
2. dieser Angriff galt nicht einer spezifischen Gruppe, sondern uns allen.<br>
W&auml;hrend des Angriffs waren Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen auf dem Platz, Menschen mit Behinderung oder Migrationsgeschichte, queere Menschen. Es war ein Querschnitt der Gesellschaft &ndash; und wir alle wurden angegriffen.</p><p><strong>Der damals gerade neu ernannte Innenminister hat eure Kundgebung noch am selben Tag besucht. Der B&uuml;rgermeister von Bad Freienwalde hingegen relativierte den Angriff lapidar als &bdquo;St&ouml;rung&ldquo;. Wie habt ihr die Reaktionen aus Landespolitik und Kommune erlebt und wie bewertet ihr diese?</strong></p><p>Dass Innenminister Ren&eacute; Wilke sofort zu uns kam, haben wir als sehr positiv empfunden. Das lag vor allem daran, wie er vor Ort aufgetreten ist. Er wollte nicht auf die B&uuml;hne, sondern einfach mit uns, mit den Betroffenen sprechen, seine Anteilnahme ausdr&uuml;cken. Er sagte, der Vorfall w&uuml;rde ihn an seine Jugend in Frankfurt/Oder erinnern. Er sei dort in den Baseballschl&auml;gerjahren aufgewachsen, und so etwas d&uuml;rfe sich nicht wiederholen. Solche Aussagen machen einen Spitzenpolitiker sehr nahbar und hinter dem Amt wird ein Mensch sichtbar, der glaubw&uuml;rdig empathisch ist. Das war an diesem Tag sehr st&auml;rkend.<br>
Der B&uuml;rgermeister hat uns mit seiner Aussage, es sei nur eine St&ouml;rung gewesen, keinen Gefallen getan, und er hat auch sich selbst und der Stadt keinen Gefallen getan. Das Erstarken der extremen Rechten kleinzureden, hilft niemandem. Dass es &ndash; nach einer langen Entwicklung &ndash; doch auch anders geht, zeigt die B&uuml;rgermeisterin von Spremberg, Christine Herntier. Man muss Dinge benennen, um sie zu begreifen und dann auch gemeinsam zu bearbeiten.</p><p><em><strong>Die Polizei hatte die Gef&auml;hrdung offenbar falsch eingesch&auml;tzt und war w&auml;hrend des Angriffs nicht direkt vor Ort pr&auml;sent. Was fordert ihr f&uuml;r zuk&uuml;nftige Veranstaltungen?</strong></em></p><p>Wir wollen in jedem Fall weiterhin &ouml;ffentliche Veranstaltungen in Bad Freienwalde machen. Daher haben wir nach dem Angriff auf unsere Kundgebung den Austausch mit Inka Gossmann-Reetz gesucht, der Polizeibeauftragten des Landes Brandenburg. Wir w&uuml;nschen uns mehr Dialog mit der Polizei, damit wir zu einer gemeinsamen Einsch&auml;tzung der Gef&auml;hrdung kommen.<br>
Nach dem Angriff war teilweise zu lesen, die Polizei k&ouml;nne nicht jedes Dorffest mit einer Hundertschaft bewachen. Das w&uuml;rde auch den Charakter der Veranstaltung v&ouml;llig ver&auml;ndern. Wir denken, dass eine sichtbare Pr&auml;senz der Polizei helfen w&uuml;rde, und zwar vom Beginn des Aufbaus bis zum Ende des Abbaus. W&auml;re der Angriff so erfolgt, wenn zwei oder drei Polizist:innen direkt auf oder am Platz gewesen w&auml;ren? Dar&uuml;ber w&uuml;rden wir uns gerne ausf&uuml;hrlicher mit der Polizei unterhalten.<br>
Unsere Kundgebung stellt die Werte des Grundgesetzes in den Fokus. Wir setzen uns ein f&uuml;r die Demokratie, f&uuml;r Meinungs- und Versammlungsfreiheit, gegen Diskriminierung. Solche Veranstaltungen m&uuml;ssen auch in l&auml;ndlichen R&auml;umen m&ouml;glich sein und ich erwarte von der Polizei, dass sie die Gef&auml;hrdungseinsch&auml;tzung den Realit&auml;ten anpasst.</p><p><em><strong>Wie sch&auml;tzt ihr die Entwicklung rechtsextremer Gruppen und deren Gewaltpotential in eurer Region ein? Was w&auml;ren aus eurer Sicht n&ouml;tige Schritte, um dieser Entwicklung zu begegnen?</strong></em></p><p>Seit einigen Jahren berichten engagierte Journalist:innen &uuml;ber neue rechtsextreme Gruppen, die sich in den sozialen Medien zusammenfinden und nun st&auml;rker &ouml;ffentlich sichtbar werden. Das sehen wir auch z. B. an Stickern, die in Bad Freienwalde an Laternen geklebt werden. Ansonsten ist es schwer, konkrete Gruppen und deren Akteure zu identifizieren. Die Beobachtung der rechtsextremen Szene l&auml;uft ausschlie&szlig;lich ehrenamtlich, und wir vernetzen uns mit den Menschen, die sich auskennen.<br>
Es w&auml;re wichtig, dass Kommunalpolitiker:innen und auch Gewerbetreibende sowie andere Vereine &ndash; dass einfach alle &ndash; sagen: Wir stehen gemeinsam gegen Rechtsextremismus und gegen Gewalt. Da das nicht passieren wird, bleibt es oft ein Werben um jede einzelne Person.</p><p><em><strong>Wie blickt ihr jetzt, knapp ein halbes Jahr nach dem Vorfall, auf den Angriff? Welche Folgen hatte dieser auf euer B&uuml;ndnis und eure Arbeit vor Ort?</strong></em></p><p>Uns als Gruppe hat der Angriff zusammengeschwei&szlig;t. Wir empfinden unser Engagement als notwendiger denn je und freuen uns, dass sich unmittelbar nach dem Angriff sowohl F&ouml;rderer gemeldet haben als auch Menschen, die die n&auml;chste Veranstaltung mitgestalten wollen. Das hei&szlig;t: Unsere Aktivit&auml;ten 2026 sind bereits finanziert, was eine sehr gro&szlig;e Erleichterung ist. Und wir k&ouml;nnen nun in die Planung f&uuml;r die Kundgebung im n&auml;chsten Jahr starten und uns wieder auf ein sehr vielf&auml;ltiges Programm freuen.<br>
Zudem haben wir auch sehr gute Gespr&auml;che mit Menschen aus einem eher b&uuml;rgerlich-konservativen Spektrum gef&uuml;hrt, die vorsichtige Kooperationsbereitschaft signalisiert haben. Es w&uuml;rde uns sehr freuen, auch Menschen au&szlig;erhalb unserer Bubble zu erreichen. Daher sind wir gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird.</p><p><em><strong>Gibt es etwas, was ihr anderen B&uuml;ndnissen im Land, die sich f&uuml;r eine vielf&auml;ltige Gesellschaft und gegen Rechtsextremismus engagieren, mitgeben m&ouml;chtet?</strong></em></p><p>Wir d&uuml;rfen uns nicht verschlei&szlig;en. Wir m&uuml;ssen uns so organisieren, dass wir unser Engagement &uuml;ber sehr viele Jahre durchhalten. Daher organisieren wir nur zu sehr ausgew&auml;hlten Anl&auml;ssen Gegenprotest gegen rechtsextreme Veranstaltungen. Viel lieber organisieren wir eigene Formate, die wir als so viel positiver und st&auml;rkender empfinden. Da f&auml;llt mir unsere queerfeministische Tanzdemo im Fr&uuml;hjahr 2024 ein. Das war ein gro&szlig;er Spa&szlig;. Es geht nicht darum zu sagen, das eine Format ist besser als das andere, sondern es geht darum f&uuml;r sich selbst und als Gruppe herauszufinden, woraus man gemeinsam neue Energie sch&ouml;pfen kann. Denn diese werden wir brauchen.</p><hr><p>Dies ist die Langfassung des Interviews, das in gek&uuml;rzter Form in der Ausgabe Dezember 2025 der <a href="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2025/12/Schattenberichte_adb-News_dezember-2025.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Schattenberichte adb News dezember 2025 (&ouml;ffnet in neuem Tab)"><strong>Schattenberichte</strong></a> erschienen ist.</p><p>&Uuml;ber den Angriff auf das Fest &bdquo;Bad Freienwalde ist bunt&ldquo; im Juni 2025 ist ein <a href="https://wir-packens-an.podigee.io/27-wir-lassen-uns-nicht-vertreiben-nazi-angriff-auf-bad-freienwalde-ist-bunt" aria-label="27 wir lassen uns nicht vertreiben nazi angriff auf bad freienwalde ist bunt">Podcast</a> erschienen.</p><p>Infos vom B&uuml;ndnis <strong>Bad Freienwalde ist Bunt</strong> gibt es auf ihrer <a href="https://freienwalde-ist-bunt.de/">Webseite</a> und auf <a href="https://www.instagram.com/bad_freienwalde_ist_bunt/" aria-label="bad freienwalde ist bunt">Instagram.</a></p><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/der-angriff-hat-uns-zusammengeschweisst">„Der Angriff hat uns zusammengeschweißt“ Interview mit Judith vom Bündnis „Bad Freienwalde ist bunt“</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schattenberichte Dezember 2025</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-dezember-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 09:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Ausgabe unserer Schattenberichte ist da! Darin besch&#228;ftigen wir uns mit der starken Zunahme rechter Angriffe auf die Zivilgesellschaft. Wir sprechen mit Betroffenen &#252;ber ihre Erfahrungen und zeigen, warum Widerstand und Solidarit&#228;t gerade jetzt so wichtig sind. Au&#223;erdem berichten wir &#252;ber die schwierige Situation unserer allgemeinen Antidiskriminierungsberatung. Die Artikel im Einzelnen: Wir geben nicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"></p>
<p>Die neue Ausgabe unserer <a href="https://staging.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Schattenberichte</a> ist da! Darin besch&auml;ftigen wir uns mit der starken Zunahme rechter Angriffe auf die Zivilgesellschaft. Wir sprechen mit Betroffenen &uuml;ber ihre Erfahrungen und zeigen, warum Widerstand und Solidarit&auml;t gerade jetzt so wichtig sind. Au&szlig;erdem berichten wir &uuml;ber die schwierige Situation unserer allgemeinen Antidiskriminierungsberatung.</p>
<p><strong>Die Artikel im Einzelnen:</strong>
</p>
<ul>
<li>Wir geben nicht nach &ndash; Zivilgesellschaft im Fokus rechter Anfeindungen und Angriffe</li>
<li>Interview: &bdquo;Der Angriff hat uns zusammengeschwei&szlig;t&ldquo;</li>
<li>Vor Ort: Cottbus, F&uuml;rstenwalde, Luckenwalde, Rathenow</li>
<li>Kurznachrichten, Rezension</li>
<li>Nachrichten aus der Antidiskriminierungsberatung</li>
</ul>
<p>
<a href="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2025/12/Schattenberichte_adb-News_dezember-2025.pdf" class="su-button su-button-style-default" style="color:#FFFFFF;background-color:#B61F29;border-color:#921921;border-radius:0px" target="_blank" rel="noopener noreferrer" title="Download"><span style="color:#FFFFFF;padding:0px 18px;font-size:14px;line-height:28px;border-color:#cc636a;border-radius:0px;text-shadow:none"> Download</span></a></p>
<div style="height: 10px"></div>
<p><!-- 50px Leerraum --></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive</strong><br />
In unserem Newsletter <i>Schattenberichte</i> &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber unsere Arbeit und &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung.<br />
Er erscheint zwei Mal im Jahr. Spender*innen und F&ouml;rdermitglieder erhalten ihn regelm&auml;&szlig;ig per Post oder als digitalen Rundbrief. Teilen Sie uns dazu bitte ihr Mailadresse mit. Sie k&ouml;nnen den Schattenbericht gern per Mail abonnieren.</p>
<p><strong>Alle Ausgaben</strong> gibt es hier: <a href="/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.opferperspektive.de/schattenberichte</a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-dezember-2025">Schattenberichte Dezember 2025</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Es brennt an allen Ecken und Enden“ Interview mit Bewohner*innen des Hausprojekts Zelle 79 in Cottbus</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/interview_zelle_cottbus_2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2025 09:40:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Hausprojekt Zelle 79 in Cottbus wurde in den vergangenen Monaten mehrfach zum Ziel rechter Angriffe. In diesem Interview schildern Bewohner:innen, wie sie die Angriffe erlebt haben und wie sie damit umgehen. Opferperspektive: Das Hausprojekt Zelle 79 wurde mehrfach zum Ziel rechter Angriffe. Wie erlebt ihr die Situation in Cottbus und S&#252;dbrandenburg aktuell?Zelle79: Man muss, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"><strong>Das Hausprojekt Zelle 79 in Cottbus wurde in den vergangenen Monaten mehrfach zum Ziel rechter Angriffe. In diesem Interview schildern Bewohner:innen, wie sie die Angriffe erlebt haben und wie sie damit umgehen.</strong></p>
<hr>
<p><strong><span style="color: #bf0f0f">Opferperspektive:</span> <em>Das Hausprojekt Zelle 79 wurde mehrfach zum Ziel rechter Angriffe. Wie erlebt ihr die Situation in Cottbus und S&uuml;dbrandenburg aktuell?</em></strong><strong>Zelle79:</strong></p>
<p> Man muss, so denken wir, konstatieren, dass sich die Bedrohungslage f&uuml;r nicht-wei&szlig;e, nicht-rechte, linke, alternative Menschen und Einrichtungen, in den letzten Wochen und Monaten versch&auml;rft hat. Die Einschl&auml;ge, in Form von Angriffen &uuml;berall in S&uuml;dbrandenburg, werden k&uuml;rzer und die Gewaltbereitschaft bei den Angreifenden steigt.<br />
Der Brandanschlag auf uns ist da sicherlich ein weiterer H&ouml;hepunkt in der Folge vieler Angriffe und zeigt deutlich, inwieweit organisierte Neonazis bereit sind, ihrer menschenverachtenden Ideologie Taten folgen zu lassen. Der Brandanschlag galt uns, wir sind jedoch nicht die Einzigen, die betroffen sind. Aufgrund des Anschlags gab und gibt es ein gro&szlig;es mediales Echo, welches wir auch nutzen wollen, um auf die Situation &uuml;berall in der Region aufmerksam zu machen. Es brennt an allen Ecken und Enden.<br />
Was im Umkehrschluss nicht bedeuten soll, dass es zu irgendeinem Zeitpunkt in der Stadt oder in der Region, keinerlei Bedrohungssituationen oder -szenarien gab. Cottbus und der Landkreis drum herum sind seit Jahrzehnten ein Hotspot der extremistischen Neonazi-Szene in Deutschland. Diese Szene ist etabliert, auch in der Stadtgesellschaft, sie ist vernetzt, organisiert und besteht aus unterschiedlichen Akteur:innen, was immerhin auch dem Verfassungsschutz seit ein paar Jahren auff&auml;llt. Man muss sicherlich von einer Kontinuit&auml;t sprechen, wenn es um rechte Gewalt in Cottbus und in der Region geht.<br />
Von einer gewissen Entwicklung kann man mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit bei der Betrachtung des Alters der T&auml;ter:innen sprechen. Diese werden zunehmend j&uuml;nger, was jedoch kein ausschlie&szlig;liches Ph&auml;nomen hier in der Region darstellt. In sozialen Medien wie TikTok findet eine (Vor-)Radikalisierung statt, die so vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen ist. Zudem wird mit dem Aufstieg und der Normalisierung der AfD zus&auml;tzlich Hass und Ausgrenzung bef&ouml;rdert. Fr&uuml;her und heute eigentlich immer noch zu Recht Unsagbares dr&auml;ngt zunehmend in die &ouml;ffentlichen Debatten, die Menschen werden enthemmter und irgendwann kanalisiert sich das dann in Taten.</p>
<p><strong><em>Ihr seid Teil der neuen &bdquo;Initiative Sichere Orte S&uuml;dbrandenburg&ldquo;: Welche Ideen habt ihr, um euch gegen rechte Bedrohungen zur Wehr zu setzen?</em></strong></p>
<p>Ganz generell und vorab: Die <a href="https://losmachen.jetzt/sichere-orte/" aria-label="sichere orte">&bdquo;Initiative sichere Orte S&uuml;dbrandenburg&ldquo;</a>, aber auch andere Formen der Vernetzung, schaffen Netze von einem solidarischen Miteinander &uuml;ber Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Wir halten es f&uuml;r wichtig, sich gegenseitig zu st&auml;rken, f&uuml;reinander einzustehen und betroffenen Gruppen, Vereinen, R&auml;umen und Klubs die M&ouml;glichkeit zu geben, sich einen Raum in der &Ouml;ffentlichkeit zu schaffen.<br />
Denn zun&auml;chst einmal m&uuml;ssen wir solche Angriffe wie die auf unser Haus &ouml;ffentlich machen, um die Problematik des Rechtsextremismus, nicht nur hier in der Region, sondern &uuml;berall, wieder in das Bewusstsein der Gesellschaft zu kriegen. Manchmal hat man das Gef&uuml;hl, dass die Leute entweder abgestumpft oder sich dessen &uuml;berhaupt nicht bewusst sind. Mit der medialen Berichterstattung und der Pr&auml;senz im &ouml;ffentlichen Raum ist es m&ouml;glich, den Diskurs ein klein wenig mitzubestimmen und somit auch mit Forderungen an die Politik und die (Stadt-)Gesellschaft heranzutreten.<br />
Auch hier muss das Ziel sein, dass die Bedrohungslage endlich ernst genommen wird und sich langfristige Strategien mit allen Akteur:innen, die f&uuml;r ein friedliches Miteinander k&auml;mpfen, entwickeln, um der wachsenden Gewaltbereitschaft von Neonazi-Gruppen entgegen zu treten. Das kann zum Beispiel bedeuten: mehr und nicht weniger Geld in die Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit zu stecken, Initiativen, Klubs und R&auml;ume zu f&ouml;rdern, die sich mit ihrer Arbeit gegen diesen rechten Trend stellen, die Arbeit von Beratungsstellen wie die Opferperspektive langfristig finanziell abzusichern, eine klare Kante in der &Ouml;ffentlichkeit gegen neonazistische Umtriebe zu zeigen usw. Es gibt viele Ideen und Strategien, das Problem muss jedoch endlich ernst genommen werden. Solange das nicht passiert, ist alles andere nur hei&szlig;e Luft.</p>
<p><strong><em>Was braucht es, um dem Erstarken rechter Strukturen &ndash; gerade unter jungen Menschen &ndash; entgegenzuwirken?</em></strong></p>
<p>Ganz generell braucht es von allen Akteur:innen innerhalb der Stadt, der Region und des Landes, eine klare Haltung und keinerlei Kompromisse gegen&uuml;ber Neonazis, rechten Schwurbler:innen, der AfD und anderen Menschenfeinden. Das sind keine &bdquo;dummen Jungenstreiche&ldquo; oder &bdquo;Jugends&uuml;nden&ldquo; und sollten nicht auch noch mit Dialogbereitschaft belohnt werden.<br />
Wie oben bereits angesprochen spielen sicherlich Jugendhilfe, JugendKlubs und Jugendsozialarbeit beim Entgegenwirken rechter Ideologie bei jungen Menschen eine gro&szlig;e Rolle. Diese sollten aus unserer Sicht personell und finanziell besser und nicht schlechter ausgestattet sein, als es bisher der Fall ist.<br />
Lehrkr&auml;fte und politische Bildung m&uuml;ssen gest&auml;rkt werden, statt dort den Rotstift anzusetzen. Es n&uuml;tzt niemandem etwas, wenn jetzt schon &uuml;berlastete Lehrkr&auml;fte noch mehr Stunden ackern m&uuml;ssen und weniger Zeit f&uuml;r die Sch&uuml;ler:innen haben.<br />
In einer Stadt wie Cottbus muss man sicherlich auch den hier ans&auml;ssigen Verein Energie Cottbus in die Pflicht nehmen, aktiver gegen neonazistische Umtriebe vorzugehen. Fu&szlig;ball ist ein Anziehungsmagnet f&uuml;r viele junge Menschen und das Stadion ist definitiv ein Rekrutierungsfeld von Nachwuchs f&uuml;r die rechte Szene. Seit Jahrzehnten geht der Verein diesem Konflikt mit einem Teil der eigenen Fans aus dem Weg, beschwichtigt und spricht von Ausnahmen. Und anstatt dass die Landesregierung oder die Stadt den Finger in die Wunde legt und eben Konsequenzen vom Verein einfordert, wird dar&uuml;ber beraten, das Stadion aus &ouml;ffentlichen Mitteln zu modernisieren. Das kann nicht der richtige Weg sein, denn diesen gehen wir seit Jahrzehnten.</p>
<p>Bei ermittelten Gewalttaten und Gewaltt&auml;ter:innen schl&auml;ft bisher und seit jeher auch die Justiz. Eine angedachte abschreckende Wirkung, gerade auf jugendliche T&auml;ter:innen, ist hier in der Region nicht m&ouml;glich, da Verfahren verschleppt, Ermittlungen eingestellt oder wenn, dann minimalste Urteile gef&auml;llt werden. Als quasi erzieherische Ma&szlig;nahme muss sich, wenn man dies denn ernst nehmen will, etwas grundlegend im Justizapparat ver&auml;ndern. Vor allem auch im Mindset bei Staatsanwaltschaft und Richter:innen.</p>
<p>Der Diskurs in den sozialen Medien wie TikTok oder Instagram ist h&ouml;chstwahrscheinlich noch einmal eine komplett andere Herausforderung, die eine Neuaufstellung und Strategieentwicklung von Politik, aber auch kulturellen und gesellschaftspolitischen Akteur:innen erfordert.</p>
<p><em><strong>Wie bewertet ihr die Unterst&uuml;tzung, die ihr von offiziellen Stellen bekommen habt?</strong></em></p>
<p>Wir waren erstaunt, dass sich der Oberb&uuml;rgermeister und der neue Innenminister von Brandenburg zu Wort gemeldet haben. Das passiert leider viel zu selten und ist vermutlich auf die &ouml;ffentliche Berichterstattung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, denn normalerweise wird das Thema in der Stadt eher totgeschwiegen. Da half der &ouml;ffentliche Druck von vielen Seiten. Wie lange sich das h&auml;lt und ob die Idee von Tobias Schick, die eines Runden Tisches, tats&auml;chlich nachhaltig ist, bleibt abzuwarten. Wir sind da, auch und vor allem aufgrund der Vergangenheit, eher skeptisch, lassen das aber einmal auf uns zukommen. Es ist schlie&szlig;lich nicht der erste runde Tisch, der hier initiiert wurde. Auch was sich die Landesregierung &uuml;berlegen wird, ist bisher unklar.<br />
Wir speichern alles, was von politischer Seite aus bisher kam, erst einmal als wohlige Worte ohne nennenswerten Impact ab. Es ist zumindest positiv, dass sich &uuml;berhaupt ge&auml;u&szlig;ert wird und man sich zusammen setzen will.</p>
<p>In die Arbeit der Staatsanwaltschaft und die der Polizei haben wir keinerlei Einblicke. Fest steht, dass Spuren aufgenommen wurden, bisher jedoch keine T&auml;ter ermittelt werden konnten. Weder beim jetzigen Brandanschlag, noch bei den Taten davor. Aufgrund der &Ouml;ffentlichkeit gehen wir davon aus, dass die so entstandenen Ermittlungen ernst genommen werden, aber auch hier muss man sehen, wie nachhaltig dies am Ende ist.</p>
<p><strong><em>Wie k&ouml;nnen euch Menschen unterst&uuml;tzen, auch au&szlig;erhalb der Region?</em></strong></p>
<p>Schafft &Ouml;ffentlichkeit. In eurer Stadt, in eurem Kiez, in eurer lokalen Zeitung, im Podcast, im Internet. Macht auf die Leute in der Provinz und in den Kleinst&auml;dten aufmerksam, die die Fahne hochhalten, teilt ihre Geschichten und seid solidarisch mit- und untereinander. Organisiert Demonstrationen, veranstaltet Soli-Abende.<br />
Soligr&uuml;&szlig;e sind immer willkommen und Spenden nat&uuml;rlich auch. Nur zusammen werden wir die bessere Gesellschaft erk&auml;mpfen.</p>
<hr>
<p>Dies ist die Langfassung des Interviews, das in gek&uuml;rzter Form in der Ausgabe Juni 2025 der <a href="https://staging.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)"><strong>Schattenberichte</strong></a> erschienen ist.</p>
<p>Infos vom Hausprojekt <strong>Zelle 79</strong> in Cottbus gibt es u.a. auf <a href="https://www.instagram.com/zelle79_cb/" aria-label="zelle79 cb">Instagram</a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/interview_zelle_cottbus_2025">„Es brennt an allen Ecken und Enden“ Interview mit Bewohner*innen des Hausprojekts Zelle 79 in Cottbus</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Schattenberichte Juni 2025</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-juni-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2025 09:57:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Ausgabe unserer Schattenberichte ist da! Darin besch&#228;ftigen wir uns mit der zunehmenden rechten Gewalt gegen alternative Kultur-, Jugend- und Wohnprojekte im S&#252;den Brandenburgs. Unter anderem in Form eines Interviews mit Bewohner:innen des Hausprojekts Zelle79 in Cottbus. Au&#223;erdem berichten wir &#252;ber die aktuellen Projekte und Herausforderungen der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg. Die Artikel im Einzelnen: Baseballschl&#228;gerjahre [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-juni-2025">Schattenberichte Juni 2025</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"></p>
<p>Die neue Ausgabe unserer <a href="https://staging.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Schattenberichte</a> ist da! Darin besch&auml;ftigen wir uns mit der zunehmenden rechten Gewalt gegen alternative Kultur-, Jugend- und Wohnprojekte im S&uuml;den Brandenburgs. Unter anderem in Form eines Interviews mit Bewohner:innen des Hausprojekts Zelle79 in Cottbus. Au&szlig;erdem berichten wir &uuml;ber die aktuellen Projekte und Herausforderungen der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg.</p>
<p><strong>Die Artikel im Einzelnen:</strong>
</p>
<ul>
<li>Baseballschl&auml;gerjahre 2.0?</li>
<li>Interview: &bdquo;Es brennt an allen Ecken und Enden&ldquo;</li>
<li>Vor Ort: Cottbus, Stahnsdorf, Strausberg, Templin</li>
<li>Kurznachrichten, Filmrezension, Kontakt</li>
<li>Nachrichten aus der Antidiskriminierungsberatung</li>
</ul>
<p>
<a href="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2025/06/Schattenberichte_ADB-News-06_2025.pdf" class="su-button su-button-style-default" style="color:#FFFFFF;background-color:#B61F29;border-color:#921921;border-radius:0px" target="_blank" rel="noopener noreferrer" title="Download"><span style="color:#FFFFFF;padding:0px 18px;font-size:14px;line-height:28px;border-color:#cc636a;border-radius:0px;text-shadow:none"> Download</span></a></p>
<div style="height: 10px"></div>
<p><!-- 50px Leerraum --></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive</strong><br />
In unserem Newsletter <i>Schattenberichte</i> &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber unsere Arbeit und &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung.<br />
Er erscheint zwei Mal im Jahr. Spender*innen und F&ouml;rdermitglieder erhalten ihn regelm&auml;&szlig;ig per Post oder als digitalen Rundbrief. Teilen Sie uns dazu bitte ihr Mailadresse mit. Sie k&ouml;nnen den Schattenbericht gern per Mail abonnieren.</p>
<p><strong>Alle Ausgaben</strong> gibt es hier: <a href="/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.opferperspektive.de/schattenberichte</a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-juni-2025">Schattenberichte Juni 2025</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>„Aufhören ist keine Option“ &#8211; Interview mit Maica Vierkant vom Aktionsbündnis Brandenburg</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/aufhoeren-ist-keine-option-interview-mit-maica-vierkant-vom-aktionsbuendnis-brandenburg</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 14:55:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://staging.opferperspektive.de/?p=46919</guid>

					<description><![CDATA[<p>Maica Vierkant leitet die Gesch&#228;ftsstelle des Aktionsb&#252;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus. Dies ist die Langfassung des Interviews, das in gek&#252;rzter Form in der Dezemberausgabe der Schattenberichte erschienen ist. Opferperspektive:Ihr wart mit eurer Kampagne &#8222;Sch&#246;ner Leben ohne Nazis&#8220;dieses Jahr viel in Brandenburg unterwegs. Gibt es ein Ereignis, das euch besonders im Ged&#228;chtnis geblieben ist [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/aufhoeren-ist-keine-option-interview-mit-maica-vierkant-vom-aktionsbuendnis-brandenburg">„Aufhören ist keine Option“ – Interview mit Maica Vierkant vom Aktionsbündnis Brandenburg</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"><strong>Maica Vierkant</strong></p>
<p> leitet die Gesch&auml;ftsstelle des <a href="https://aktionsbuendnis-brandenburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus</strong></a>.<br />
Dies ist die Langfassung des Interviews, das in gek&uuml;rzter Form in der Dezemberausgabe der <a href="https://staging.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)"><strong>Schattenberichte</strong></a> erschienen ist.</p>
<hr>
<p><span style="color: #bf0f0f"><strong>Opferperspektive:</strong></span><em>Ihr wart mit eurer Kampagne &bdquo;Sch&ouml;ner Leben ohne Nazis&ldquo;dieses Jahr viel in Brandenburg unterwegs. Gibt es ein Ereignis, das euch besonders im Ged&auml;chtnis geblieben ist oder euch beeindruckt hat?</em><strong>Maica Vierkant:</strong></p>
<p> Davon gibt es total viele! In dieser Saison verlief die &bdquo;Sch&ouml;ner Leben ohne Nazis&ldquo;-Tour unter ganz besonderen Bedingungen. Im Vergleich zu den Vorjahren besuchten wir im Zeitraum von Mai bis Oktober sehr viel mehr Orte in Brandenburg &ndash; insgesamt waren es 30. An fast jedem Tour-Tag gab es beeindruckende, herausfordernde und auch sehr ber&uuml;hrende Momente. Am &bdquo;Sch&ouml;ner Leben ohne Nazis&ldquo;-Stand gibt es zum einen unsere spielerische Mitmachaktion, zum anderen ist es ein Raum, in dem die vornehmlich jungen Besucher:innen ihre Erfahrungen und Sorgen mitteilen. Dadurch entstehen sehr pers&ouml;nliche Gespr&auml;che. Es ist vor allem die Vielf&auml;ltigkeit der Herausforderungen, die uns im Kopf geblieben ist. Je nach Wohnort oder individueller Lebensrealit&auml;t variieren die Berichte, auch die Berichte dar&uuml;ber, wie es ist, sich im Rahmen einer Initiative zu positionieren und sich dadurch leider oftmals rechtsextremen Bedrohungen auszusetzen. Besonders beeindruckt hat uns daher das vielf&auml;ltige Engagement und der unersch&uuml;tterliche Mut der Brandenburger:innen, sich auf Demokratiefesten, CSDs oder in Jugendclubs gegen Nazis im eigenen Ort stark zu machen.</p>
<p><i>Was sind eurer Einsch&auml;tzung nach die gr&ouml;&szlig;ten Herausforderungen f&uuml;r die Menschen in Brandenburg, die sich gegen Rechts engagieren?</i></p>
<p>Zuallererst muss man leider sagen, dass es wirklich erschreckend ist, wie aggressiv die Stimmung in den letzten Monaten &uuml;berall in Brandenburg geworden ist. Sehr viele berichten von rechten Bedrohungen, Anfeindungen und auch &Uuml;bergriffen. Im Fokus der Angriffe stehen sowohl von Rassismus betroffene Menschen als auch jene, die auch nur im weitesten Sinne &sbquo;im Verdacht stehen&lsquo;, sich f&uuml;r Vielfalt einzusetzen. Besorgniserregend ist zudem, dass LGBTQ+ Personen sehr stark ins Visier der extremen Rechten geraten sind. Sich in dieser Stimmung f&uuml;r eine offene Gesellschaft stark zu machen, erfordert viel Mut und viel Ausdauer. Hier sind wir alle gefragt und m&uuml;ssen dar&uuml;ber sprechen, wie wir diesen Menschen den R&uuml;cken st&auml;rken und wie wir sie vor allem auch sch&uuml;tzen k&ouml;nnen. Das wird auch in absehbarer Zeit noch eine gro&szlig;e Herausforderung sein. Eine Herausforderung etwas anderer Art ist die immer weiter fortschreitende Normalisierung rechtsextremer Narrative, rechtsextremer Personen und Positionen. Das ist deutlich zu sp&uuml;ren, wenn wir zum Beispiel &uuml;ber Brandmauern reden. Das merken wir auch an den Stimmungslagen in den kommunalen Vertretungen. Und selbst unter den Aktiven werden zuweilen Stimmen laut, die fordern, man m&uuml;sse alle Meinungen zu Wort kommen lassen, die sich in demokratischen Wahlen abbilden. Wir brauchen dringend wieder eine Diskussion dar&uuml;ber, wo wir rote Linien ziehen und vor allem auch dar&uuml;ber, wie wir diese halten k&ouml;nnen.</p>
<p><i>2024 war das Jahr der vielf&auml;ltigen Proteste gegen Rechts und gleichzeitig gab es einen gro&szlig;en Wahlerfolg f&uuml;r die AfD. Wo seht ihr Erfolge und was hat eurer Ansicht nach in dieser Zeit nicht geklappt?</i></p>
<p>Wir haben noch nie so viele Aktionen, Demonstrationen, Demokratiefeste, Stra&szlig;enkonzerte etc. in Brandenburg gesehen wie in diesem Jahr. Das war wirklich beeindruckend! Wir haben aber in Gespr&auml;chen &ndash; zum Beispiel nach der Kommunalwahl im Juni &ndash; gemerkt, dass viele Engagierte frustriert waren: Sie haben unglaublich viel auf die Beine gestellt und dann kommt es zu diesem Wahlergebnis. Ich denke aber, es ist falsch, diese beiden Dinge miteinander in einen direkten kausalen Zusammenhang zu stellen. Das Ziel der vielen Aktionen war es doch vor allem, unseren Einsatz f&uuml;r eine solidarische, demokratische und offene Gesellschaft sichtbarer zu machen, zu zeigen, dass wir mit unserer Haltung nicht alleine sind, uns st&auml;rker und besser zu vernetzen und gegenseitig zu unterst&uuml;tzen. Und dieses Ziel wurde eindeutig erreicht. Dass sich St&auml;rkung demokratischen Engagements nicht direkt in Wahlergebnisse &uuml;bertr&auml;gt, finde ich alles andere als verwunderlich. Und vor allem schm&auml;lert es in keiner Weise das, was die Menschen in diesem Jahr alles geschafft haben. Wir sollten aufh&ouml;ren zu versuchen, AfD-W&auml;hler:innen &sbquo;zur&uuml;ckzugewinnen&lsquo;. Wir sehen das immer wieder: Die Demokrat:innen suchen best&auml;ndig den Dialog, aber die Demokratiefeind:innen haben gar kein Interesse daran, in ein konstruktives Gespr&auml;ch zu gehen. Da kann man sich schon irgendwann fragen, ob man die Energie, die das kostet, nicht vielleicht sinnvoller einsetzen k&ouml;nnte.</p>
<p><i>Als Gesch&auml;ftsstelle des Aktionsb&uuml;ndnisses Brandenburg seid ihr verantwortlich f&uuml;r Vernetzung und Unterst&uuml;tzung unterschiedlicher Initiativen im ganzen Land. Mit welchen Themen sind Initiativen auf euch zugekommen, was besch&auml;ftigt sie momentan?</i></p>
<p>Neben der Frage, wie wir auf die wachsende Bedrohung durch die extreme Rechte reagieren sollten, drehen sich viele Anliegen um das Stichwort Brandmauer. Viele drehen sich auch um den Umgang mit der AfD auf der einen, und um das sogenannte Neutralit&auml;tsgebot und Fragen der Gemeinn&uuml;tzigkeit auf der anderen Seite. Die AfD und andere extreme Rechte versuchen ja schon seit Jahren, die Erz&auml;hlung zu etablieren, Demokratieprojekte m&uuml;ssten sich &bdquo;politisch neutral&ldquo; verhalten. Das ist nat&uuml;rlich Unsinn: Das Einstehen f&uuml;r Grundrechte, die Werte der Verfassung kann nie &bdquo;neutral&ldquo; sein. Es gibt das Gebot der Chancengleichheit politischer Parteien, vor allem f&uuml;r staatliche Akteure. Aber das meint eben nicht, dass man sich nicht politisch &auml;u&szlig;ern d&uuml;rfte. Das suggeriert die AfD aber immer wieder und das wiederum verunsichert viele. Eng verwoben damit ist das Feindbild, dass die AfD schon vor Jahren konstruiert hat und jetzt neu auflegt: der angeblich &bdquo;staatlich finanzierte Linksextremismus&ldquo;. Beides ist in erster Linie eine Kommunikationsstrategie, es geht darum, Menschen einzusch&uuml;chtern. Inhaltlich ist das meiste, was da ins Feld gef&uuml;hrt wird, unhaltbar, da wird mit falschen Tatsachenbehauptungen hantiert, die aber so oft wiederholt werden, bis dann doch irgendwas h&auml;ngen bleibt. Sich hier nicht kirre machen zu lassen, sondern weiter f&uuml;r demokratische Werte einzustehen und sich zugleich gut auf etwaige Anfeindungen vorzubereiten, wird eine sehr schwierige Aufgabe sein. Und eine, die einen langen Atem erfordert.</p>
<p><i>Ihr habt viele Gespr&auml;che gef&uuml;hrt in dieser Wahlkampfzeit. Was schildern euch die Aktiven vor Ort: Welche Erfahrungen haben sie gemacht, wenn sie sich &ouml;ffentlich gegen Rechts engagieren?</i></p>
<p>Das ist sehr unterschiedlich. Wie bereits geschildert, gibt es vielerorts eine sehr aggressive Stimmung und die Aktiven stehen da zum Teil wirklich im Sturm. Mancherorts gibt es auch Probleme mit der Verwaltung, vor allem wegen verschiedener Missverst&auml;ndnisse bez&uuml;glich eines angeblichen Neutralit&auml;tsgebots. Selbstverst&auml;ndlich verst&ouml;&szlig;t es gegen kein Neutralit&auml;tsgebot, politische Veranstaltungen auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen oder in st&auml;dtischen Einrichtungen abzuhalten. Es gibt zuweilen eine Tendenz dazu, lieber die F&uuml;&szlig;e still zu halten, als einen Fehler zu machen. Aber das ist ja genau das, worauf die extreme Rechte abzielt &ndash; wenn das passiert, haben die quasi gewonnen. Umso sch&ouml;ner ist es, dass wir wirklich auch aus vielen Orten h&ouml;ren, dass den Menschen das Engagement in diesem Jahr Kraft gegeben hat, dass zum Beispiel eine neue Initiative entstanden ist, die zu mehr Lebendigkeit im Ort und zu mehr Gespr&auml;chen am Gartenzaun gef&uuml;hrt hat, dass Menschen sich neu oder anders kennengelernt haben und auch neue Kontakte gekn&uuml;pft haben. Zusammengenommen ist eins sehr auff&auml;llig: &Uuml;berall wird davon berichtet, dass Vernetzung neuerdings einen h&ouml;heren Stellenwert eingenommen hat, und alle sind sich einig, dass wir daran weiterarbeiten m&uuml;ssen. Es gibt durchaus auch die Stimmung: &bdquo;Die Zeiten sind schwierig, aber wir packen das jetzt gemeinsam an.&ldquo;</p>
<p><i>Die n&auml;chste Wahl steht bevor. Was muss jetzt aus eurer Sicht passieren, um sich als demokratische Zivilgesellschaft gut vorzubereiten?</i></p>
<p>Es stimmt schon, Wahlkampfzeiten sind besondere Zeiten. Aber wir sollten uns nicht zu stark darauf fokussieren. Vor uns liegen gro&szlig;e Aufgaben und die reichen weit &uuml;ber die n&auml;chste Wahl hinaus. Daher w&auml;re es wichtig, die n&auml;chste Zeit zu nutzen, um uns gemeinsam zu &uuml;berlegen, wo wir in drei oder auch f&uuml;nf Jahren stehen wollen und was es braucht, um das zu erreichen. Da denke ich vor allem daran, wie wir uns gut aufstellen k&ouml;nnen, um auf Anfeindungen und Angriffe vorbereitet zu sein. Wie k&ouml;nnen wir uns, auch &uuml;ber Differenzen hinweg, besser vernetzen? Wie k&ouml;nnen wir miteinander und voneinander lernen? Wie k&ouml;nnen wir f&uuml;reinander da sein, wenn einigen von uns ganz einfach die Puste ausgeht? Wie k&ouml;nnen wir noch besser aufeinander achten? Denn die Bedingungen f&uuml;r demokratisches Engagement werden vermutlich auf absehbare Zeit nicht besser werden. Aber wir sind uns hoffentlich alle einig, dass Aufh&ouml;ren keine Option ist.</p>
<hr>
<p>Die geht es zur aktuellen Ausgabe der <a href="https://staging.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Schattenberichte &ndash; Neuigkeiten aus der Opferperspektive</a>.</p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/aufhoeren-ist-keine-option-interview-mit-maica-vierkant-vom-aktionsbuendnis-brandenburg">„Aufhören ist keine Option“ – Interview mit Maica Vierkant vom Aktionsbündnis Brandenburg</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schattenberichte Dezember 2024</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-dezember-2024</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Herz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 13:21:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://staging.opferperspektive.de/?p=46903</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neue Ausgabe unserer Schattenberichte ist da! Darin blicken wir zur&#252;ck auf das Wahlkampfjahr 2024 und auf zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts in Brandenburg. Unter anderem in Form eines Interviews mit Maica Vierkant vom Aktionsb&#252;ndnis Brandenburg. Au&#223;erdem berichten wir &#252;ber 15 Jahre Antidiskriminierungsberatung Brandenburg und die Perspektiven f&#252;r die Zukunft. Die Artikel im Einzelnen: Editorial Interview [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-dezember-2024">Schattenberichte Dezember 2024</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"></p>
<p>Die neue Ausgabe unserer <a href="https://staging.opferperspektive.de/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">Schattenberichte</a> ist da! Darin blicken wir zur&uuml;ck auf das Wahlkampfjahr 2024 und auf zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts in Brandenburg. Unter anderem in Form eines Interviews mit Maica Vierkant vom <a href="https://aktionsbuendnis-brandenburg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg</a>.<br />
Au&szlig;erdem berichten wir &uuml;ber 15 Jahre Antidiskriminierungsberatung Brandenburg und die Perspektiven f&uuml;r die Zukunft.</p>
<p><strong>Die Artikel im Einzelnen:</strong>
</p>
<ul>
<li>Editorial</li>
<li>Interview mit Maica Vierkant</li>
<li>Vor Ort: Cottbus, Hohen Neuendorf, Oranienburg, Rathenow</li>
<li>Kurznachrichten, Buchrezension, Kontakt</li>
<li>Nachrichten aus Antidiskriminierungsberatung Brandenburg (ADB)</li>
</ul>
<p><a href="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2024/12/Schattenberichte_ADB-News-12_2024.pdf" aria-label="Schattenberichte ADB News 12 2024"><strong>Download der aktuellen Ausgabe</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive</strong><br />
In unserem Newsletter <i>Schattenberichte</i> &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber unsere Arbeit und &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung.<br />
Er erscheint zwei Mal im Jahr. Spender*innen und F&ouml;rdermitglieder erhalten ihn regelm&auml;&szlig;ig per Post oder als digitalen Rundbrief. Teilen Sie uns dazu bitte ihr Mailadresse mit. Sie k&ouml;nnen den Schattenbericht gern per Mail abonnieren.</p>
<p><strong>Alle Ausgaben</strong> gibt es hier: <a href="/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.opferperspektive.de/schattenberichte</a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/schattenberichte-dezember-2024">Schattenberichte Dezember 2024</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die aktuelle Ausgabe der Schattenberichte Juni 2024</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/die-aktuelle-ausgabe-der-schattenberichte-juni-2024</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2024 12:07:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://staging.opferperspektive.de/?p=46548</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die aktuelle Ausgabe der Schattenberichte &#8211; Nachrichten aus der Opferperspektive und der Antidiskriminierungsberatung ist erschienen! Diesmal zum Schwerpunkt Schule. Euch erwarten unter anderem Neuigkeiten aus der Arbeit unseres Vereins, Meldungen aus Brandenburg und Interviews mit Cristina Mart&#237;n Asensio &#252;ber die Beratung im Kontext Schule und Stefan Tarnow vom Brandenburger Landessch&#252;lerrat &#252;ber Rechtsextremismus an Schulen. Die [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/die-aktuelle-ausgabe-der-schattenberichte-juni-2024">Die aktuelle Ausgabe der Schattenberichte Juni 2024</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"></p>
<div dir="auto">Die aktuelle Ausgabe der Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive und der Antidiskriminierungsberatung ist erschienen!</div>
<div dir="auto">Diesmal zum Schwerpunkt Schule. Euch erwarten unter anderem Neuigkeiten aus der Arbeit unseres Vereins, Meldungen aus Brandenburg und Interviews mit Cristina Mart&iacute;n Asensio &uuml;ber die Beratung im Kontext Schule und Stefan Tarnow vom Brandenburger Landessch&uuml;lerrat &uuml;ber Rechtsextremismus an Schulen.</div>
<div dir="auto"></div>
<p><strong>Die Artikel im Einzelnen:</strong></p>
<ul>
<li>Editorial</li>
<li>Interview mit Stefan Tarnow</li>
<li>Vor Ort: Elsterwerda, Potsdam, Rathenow, Sch&ouml;neiche, Wandlitz</li>
<li>&nbsp;Kurznachrichten aus der Arbeit des Vereins</li>
<li>&nbsp;Podcast: &bdquo;Wir packen&rsquo;s an: Gegen Rechts&ldquo; mit Heike Kleffner (VBRG) und Julian Muckel</li>
<li><strong>Nachrichten aus Antidiskriminierungsberatung Brandenburg (ADB)</strong><br />
<a href="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2024/06/adb_news_Juni-2024_web.pdf" aria-label="adb news Juni 2024 web">Interview mit Cristina Mart&igrave;n Asensio &uuml;ber die Beratung im Kontext Schule</a></li>
</ul>
<p><strong>PDF Version</strong></p>
<p>:&nbsp;<a href="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2024/07/Schattenberichte_ADB_News_Juni_2024.pdf" aria-label="Schattenberichte ADB News Juni 2024">Schattenbericht und Nachrichten der ADB Juni 2024</a></p>
<p>In unserem Newsletter <i>Schattenberichte</i> &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber unsere Arbeit und &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung in Brandenburg. Er erscheint zwei Mal im Jahr. Spendende und F&ouml;rdermitglieder erhalten ihn regelm&auml;&szlig;ig per Post oder als digitalen Rundbrief. Sie k&ouml;nnen den Schattenbericht gern per Mail abonnieren.</p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/die-aktuelle-ausgabe-der-schattenberichte-juni-2024">Die aktuelle Ausgabe der Schattenberichte Juni 2024</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Schattenberichte Dezember 2019</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/schattenberichte-dezember-2019</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 15:05:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles & Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schattenberichte &#8211; Nachrichten aus der Opferperspektive In unserem Newsletter Schattenberichte &#8211; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir regelm&#228;&#223;ig &#252;ber unsere Arbeit und &#252;ber das Ausma&#223; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung. Er erscheint zwei Mal im Jahr. Spender*innen und F&#246;rdermitglieder erhalten ihn regelm&#228;&#223;ig per Post oder als digitalen Rundbrief. Teilen Sie uns dazu bitte ihr Mailadresse [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"><strong>Schattenberichte &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive</strong></p>
<p>
In unserem Newsletter <i>Schattenberichte</i> &ndash; Nachrichten aus der Opferperspektive informieren wir regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber unsere Arbeit und &uuml;ber das Ausma&szlig; rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung. Er erscheint zwei Mal im Jahr. Spender*innen und F&ouml;rdermitglieder erhalten ihn regelm&auml;&szlig;ig per Post oder als digitalen Rundbrief. Teilen Sie uns dazu bitte ihr Mailadresse mit. Sie k&ouml;nnen den Schattenbericht gern per Mail abonnieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ausgabe Dezember 2019. </strong><strong>Die Artikel im Einzelnen:</strong><br />
&ndash; Editorial &ndash; Unterst&uuml;tzung wird gestrichen<br />
&ndash; Interview mit Gedenkinitiative in Bad Belzig<br />
&ndash; Vor Ort: Beeskow, Cottbus, Luckenwalde, Prenzlau<br />
&ndash; Kurznachrichten aus der Arbeit des Vereins<br />
&ndash; Publikation: Frauen*rechte und Frauen*hass</p>
<p><strong>PDF Version</strong>: <a href="/wp-content/uploads/2019/12/Schattenbericht_2019_2_ansicht.pdf" aria-label="Schattenbericht 2019 2 ansicht">Schattenberichte Dezember 2019</a></p>
<p><strong>Antidiskriminierung &ndash; Nachrichten aus Antidiskriminierungsberatung Brandenburg (ADB)</strong><br />
&ndash; Sich zu wehren bleibt wichtig<br />
&ndash; 10 Jahre Antidiskriminierungsberatung in Brandenburg<br />
&ndash; Unsere Vision: Ein diskriminierungsfreies Brandenburg</p>
<p><strong>PDF Version</strong>: <a href="/wp-content/uploads/2019/12/adb_4_Seiten_einleger_2019_2_ansicht.pdf" aria-label="adb 4 Seiten einleger 2019 2 ansicht">Nachrichten der Antidiskriminierungsberatung Dezember 2019</a></p>
<p><strong>Alle Ausgaben</strong> gibt es hier: <a href="/schattenberichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="schattenberichte (&ouml;ffnet in neuem Tab)">www.opferperspektive.de/schattenberichte</a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/aktuelles_termine/schattenberichte-dezember-2019">Schattenberichte Dezember 2019</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Rezension: Zukunft rechts?!</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rezension-zukunft-rechts</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 11:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<category><![CDATA[Cottbus]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus unserem Rundbrief Schattenberichte Juli 2019 Der Verein Zukunft Heimat ist f&#252;r viele zum Inbegriff rassistischer Mobilisierung in Cottbus und im Land Brandenburg geworden. Joschka Fr&#246;schner, Mitarbeiter des Vereins Opferperspektive und Jakob Warnecke, promovierter Historiker, analysieren in der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem&#173; Aktionsb&#252;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit herausgegebenen Brosch&#252;re pr&#228;zise die Entwicklung, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"><em>Aus unserem Rundbrief Schattenberichte Juli 2019</em></p>
<p>Der Verein Zukunft Heimat ist f&uuml;r viele zum Inbegriff rassistischer Mobilisierung in Cottbus und im Land Brandenburg geworden. Joschka Fr&ouml;schner, Mitarbeiter des Vereins <em>Opferperspektive</em> und Jakob Warnecke, promovierter Historiker, analysieren in der von der <em>Rosa-Luxemburg-Stiftung</em> und dem&shy; <em>Aktionsb&uuml;ndnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit</em> herausgegebenen Brosch&uuml;re pr&auml;zise die Entwicklung, Vernetzung und Wirkung der als Pro Z&uuml;tzen gegr&uuml;ndeten gefl&uuml;chteten-feindlichen Initiative. Zukunft Heimat gilt inzwischen als Erfolgsmodell und wird &uuml;berregional von rechten Strukturen, wie <em>Ein Prozent</em>, <em>Institut f&uuml;r Staatspolitik</em> und <em>Pegida</em> unterst&uuml;tzt. Zurecht widmen sich die beiden Autoren diesem besorgniserregenden Beispiel auf 87 Seiten. Zum Redaktionsschluss Anfang diesen Jahres sehen sie den erneut eingetretenen Wahlerfolg der AfD in Brandenburg voraus und stellen ihn in einen Zusammenhang mit den Aktivit&auml;ten des Vereins. Die rassistischen Stra&szlig;enproteste um <em>Zukunft Heimat</em> seien ein stimmenbringendes Modell, das von anderen Landesverb&auml;nden der Partei &uuml;bernommen werden k&ouml;nnte. In Sachen wirksamer, langfristiger Gegenma&szlig;nahmen zum rechten Agenda-Setting herrscht weitgehende Ratlosigkeit. Die Verwaltung und Presse der Region, die der Entwicklung wenig entgegenzusetzen haben, sehen die Autoren in die Verantwortung und zeigen, welche massiven Auswirkungen die rassistische<br />
Stimmungsmache unter anderem f&uuml;r Gefl&uuml;chtete und People of Color hat.</p>
<p><em>Rosa-Luxemburg-Stiftung/ Aktionsb&uuml;ndnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus &amp; Fremdenfeindlichkeit: &bdquo;Was interessiert mich denn Cottbus?&ldquo; Dynamiken rechter Formierung in S&uuml;dbrandenburg: der Verein Zukunft Heimat. Potsdam 2019.</em></p>
<p>Die gesamte Ausgabe ist als PDF hier zu finden:<br />
<a href="/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Schattenbericht 2019 1 web (&ouml;ffnet in neuem Tab)"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-39818" src="/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" srcset="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-214x300.jpg 214w, https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-768x1077.jpg 768w, https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-730x1024.jpg 730w" sizes="(max-width: 214px) 100vw, 214px" /></a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/rezension-zukunft-rechts">Rezension: Zukunft rechts?!</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>&#8222;Ich dachte, die wollen meinen Mann töten&#8220;</title>
		<link>https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/ich-dachte-die-wollen-meinen-mann-toeten</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Opferperspektive e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 08:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel & Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Rundbrief “Schattenberichte”]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Freienwalde]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prozess nach rassistischem Angriff in Bad Freienwalde zu EndeAus unserem Rundbrief Schattenberichte Juli 2019Vor vier Jahren griffen eine Gruppe von Neonazis nach einem Stadtfest in Bad Freienwalde drei Personen an und verletze diese zum Teil schwer. Im April 2019 fiel das Urteil: Drei der Angreifer*innen wurden verurteilt, ein weiterer Prozess steht aus. Von der Tat, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/ich-dachte-die-wollen-meinen-mann-toeten">„Ich dachte, die wollen meinen Mann töten“</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><?xml encoding="UTF-8"><strong>Prozess nach rassistischem Angriff in Bad Freienwalde zu Ende</strong><em>Aus unserem Rundbrief Schattenberichte Juli 2019</em><em>Vor vier Jahren griffen eine Gruppe von Neonazis nach einem Stadtfest in Bad Freienwalde drei Personen an und verletze diese zum Teil schwer. Im April 2019 fiel das Urteil: Drei der Angreifer*innen wurden verurteilt, ein weiterer Prozess steht aus. Von der Tat, dem Verhalten der Polizei und dem Einfluss, den der Angriff auf ihren Alltag hatte, erz&auml;hlen und Yaro* und Isabell*. </em><em>Opferperspektive:</em></p>
<p> Der Angriff ist bereits vier Jahre her -bei solch einem langen Zeitraum f&auml;llt es schwer, sich an den genauen Tathergang zu erinnern. Ein Ged&auml;chtnisprotokoll nach der Tat anzufertigen, kann hier helfen. Isabell, du hast in der Situation Tonaufnahmen machen k&ouml;nnen, die auch vor Gericht abgespielt worden sind. Dort sind die rassistischen Beschimpfungen und mindestens ein Schlag zu h&ouml;ren. Wie kam es dazu?</p>
<p><em>Isabell</em>: Mein Mann bat mich Aufnahmen zu machen, weil er Sorge hatte, dass uns niemand glaubt was dort passiert. Der ganze Angriff ging schon fr&uuml;her los und hat sich &uuml;ber mehrere Situationen hingezogen. Zuerst haben die uns verfolgt, meinen Mann Yaro rassistisch beleidigt und angegriffen. Ich habe versucht die Polizei zu rufen und wurde auch angegriffen. Anschlie&szlig;end bin ich zur Polizeiwache gelaufen, um dort Hilfe zu holen. Doch dort reagierte niemand auf mein Klingeln, Klopfen und Rufen, obwohl die Wache besetzt war. Ich dachte, die wollten meinen Mann t&ouml;ten. Als ich auf dem Weg zur&uuml;ck auf ein Polizeiauto traf, sagte ich dem Polizisten, dass mein Mann Ausl&auml;nder sei und gerade totgeschlagen wird. Die sind dann gewendet und nicht in die Richtung des Tatortes, sondern stadtausw&auml;rts. Es dauerte einige Minuten bis die Polizei dazu kam.</p>
<p><em>Opferperspektive:</em> Und was machten die Polizisten vor Ort?</p>
<p><em>Isabell:</em> Die Polizei hat sich zwischen uns und die Angreifer*innen gestellt. Aber die haben immer wieder &uuml;ber die Polizei hinweg geschlagen. Das war ein gewalterf&uuml;llter Mob. Ich dachte, es kommt noch mehr Polizei, aber die kam nicht.</p>
<p><em>Yaro:</em> Ich habe mich als die Polizei kam sicherer gef&uuml;hlt, aber das ging weg als sie uns keine Sicherheit bieten konnten. Als eine weitere Sirene zu h&ouml;ren war, sind die Angreifenden dann weg. Ich meinte noch zur Polizei, die sollen die Personalien aufnehmen. Der Polizist meinte, dass sie die kennen und das nicht machen br&auml;uchten. Es wurde aber, das erfuhr ich sp&auml;ter, nicht gegen alle ermittelt.</p>
<p><em>Opferperspektive:</em> Bad Freienwalde ist eine kleine Stadt und die T&auml;ter*innen lokal verankert. Welchen Einfluss hatte der Angriff auf euren Alltag?</p>
<p><em>Yaro:</em> In den letzten Jahren haben wir lange aus Angst ausw&auml;rts eingekauft und haben nicht mehr am sozialen und kulturellen Leben teilgenommen. Wir sind denen auch immer mal wieder begegnet, die haben eine M&uuml;lltonne in unserer Einfahrt ausgeleert und laut rechtsradikale Hassmusik vor unserer T&uuml;r geh&ouml;rt.</p>
<p><em>Isabell:</em> Das ist ein machtloses Gef&uuml;hl, wenn man den Eindruck hat, die Polizei versucht es unter den Tisch zu kehren. Erst weitaus sp&auml;ter wurde durch die Presse der Staatsschutz hinzugezogen. Sonst w&auml;re wohl nichts passiert.</p>
<p><em>Opferperspektive:</em> Der Richter hat in seiner Urteilsverk&uuml;ndung klare Worte f&uuml;r das rassistische Motiv gefunden und betont, dass es solche Taten nicht mehr in Bad Freienwalde geben darf und geben wird. Wie steht ihr dazu?</p>
<p><em>Isabell:</em> Es ist unfassbar, dass es fast vier Jahre gedauert hat bis ein Prozess nur gegen einen Teil der Gruppe abgeschlossen wird und sich die Dauer auch noch auf die Urteile in deren Gunsten auswirkt.</p>
<p><em>Opferperspektive:</em> Vielen Dank f&uuml;r eure Offenheit und viel Kraft f&uuml;r die Zukunft.</p>
<p><em>*Die Namen der Betroffenen wurden ge&auml;ndert</em></p>
<p>Die gesamte Ausgabe ist als PDF hier zu finden:<br />
<a href="/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Schattenbericht 2019 1 web (&ouml;ffnet in neuem Tab)"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-39818" src="/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" srcset="https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-214x300.jpg 214w, https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-768x1077.jpg 768w, https://staging.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2019/07/Schattenbericht_2019_1_front-730x1024.jpg 730w" sizes="(max-width: 214px) 100vw, 214px" /></a></p><p>The post <a href="https://staging.opferperspektive.de/materialien/schattenberichte/ich-dachte-die-wollen-meinen-mann-toeten">„Ich dachte, die wollen meinen Mann töten“</a> first appeared on <a href="https://staging.opferperspektive.de">Beratung für betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Brandenburg</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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